Wülzburgfest 2011
Open Air Musik-Fest
vom 22. Juli - 24.Juli

Die Geschichte des Wülzburg-Festivals

Das, was heute weithin als Wülzburgfest bekannt ist, ist aus einer losen Reihe von Einzelveranstaltungen gewachsen, die sich im Lauf der Jahre zu einem beachtlichen Musik-Festival gemausert haben. Erstmals im Jahr 1989 veranstaltet, wurde das Wülzburg-Festival zu einem festen Bestandteil im Kulturleben von Weißenburg sowie der ganzen Umgegend.

Neben der Absicht, hier eine Performance-Plattform für lokale Gruppen und Bands zu schaffen und zu erhalten, war der Schwerpunkt der musikalischen Ausrichtung die bayerische Schiene; neben Ringsgwandl, Haindling, der Biermösl Blosn, Konstantin Wecker, bairisch-diatonischer Jodelwahnsinn und der Spider Murphy Gang sind wohl schon alle namhaften Vertreter der bayerischen Rockszene "auf der Wülzburg" gewesen.

Aber auch Acts wie Hubert von Goisern, die Münchner Philharmoniker (mit "Blechschaden") und Patrik Lindner gaben sich auf der Burg ein Stelldichein.

Die Kabarett-Liebhaber kamen ebenfalls nicht zu kurz: Waltraud und Mariechen, Herbert und Schnipsi und Willy Astor sorgten bereits für vergnügliche Abende unter freiem Himmel im Burginnenhof.

Das Wülzburg-Fest hat als Musik-Fest eine weite regionale Ausstrahlung nach Franken, speziell Mittelfranken erreicht.
Auf der Wülzburg können die Veranstalter beispielsweise Stammgäste aus anderen Regionalzentren wie Gunzenhausen, Ansbach, Bechhofen, Wassertrüdingen, Monheim, Donauwörth, Eichstätt, Ingolstadt, Beilngries, Greding, Hilpoltstein, Roth, Georgensgmünd, Pleinfeld, Spalt und Treuchtlingen begrüßen.

2004
Das Fest begann diesmal am Mittwoch mit den lokalen Cover-Rock-Bands "Männer ohne Nerven" und "Converted"; und obwohl leider etwas weniger Zuschauer als erwartet da waren, hat es allen Beteiligten einen riesen Spaß gemacht.
Am Donnerstag waren die Kinder dran. Rolf Zuckowski unterhielt die jungen Gäste gleich mit 2 gut besuchten Konzerten.
Am Freitag dann die "Kings of Swing"; wenig Zuschauer, aber bestens aufgelegte Interpreten riefen in der Zuhörerschaft trotzdem Begeisterung hervor. Vor allem die beiden über 70-jährigen Hauptakteure Hugo Strasser und Max Greger zeigten die Wahrheit des Spruches auf: "Je oller, je doller!"
Am Samstag dann volles Haus bei Hubert von Giosern, der im Rahmen seiner Trad-Tour auf der Wülzburg vorbeischaute und das Publikum begeisterte.
Sonntags kamen dann die lokalen Kelly-Fans voll auf ihre Kosten. Teilweise hatten sie die Nacht vorher im Umfeld der Wülzburg campiert, um ja rechtzeitig bei Einlass-Beginn die besten der vorderen Plätze ergattern zu können. Die Kelly-Family selbst hatte an dem Tag ein wenig Stress, denn sie wurden von einem Konzert in Unterfranken direkt auf der Wülzburg "eingeflogen". Das tat der Präsentation und der Stimmung auf unserem Wülzburgfest jedoch keinerlei Abbruch.

2005
Im Rahmen des 2005er Festivals eröffnete der sprachgewaltige Willy Astor den Festivalreigen. Am nächsten Tag feierten über 1500 Jugendliche die Erlanger Kultband JBO. Mit Chris de Burgh kam zum ersten Mal ein internationaler Star nach Weißenburg. Die vor allem weibliche Fangemeinde war riesengroß. „Mamma Mia!“ und all die anderen weltbekannten Hits der schwedischen Popgruppe Abba wurden am nächsten Tag von Abbamenia gecovert. Manch ein Abbafan holte zu diesem speziellen Konzertabend seine Plateauschuhe aus dem Schrank, um noch einmal das Feeling der 70iger Jahre nachzuerleben. Am letzten Tag des Wülzburgfestes gleichzeitig der alpenländische Höhepunkt mit dem Musical „Der Watzmann ruft“ mit Wolfgang Ambros.

2006
Von wegen düster und traurig: Mit 'Schandmaul' bewiesen die Musiker, dass Mittelaltermusik durchaus heiter und fröhlich klingen kann. Und mit Christina Stürmer am darauffolgenden Tag kamen die Veranstalter der lang vorgetragenen Bitte nach, endlich mal was für die ganz Jungen zu tun. Den Abschluß des diesjährigen Festivals bildete Hans Söllner mit seinem unvergleichlichen Bayern-Reggae.

2007
Eine größere Herausforderung an unsere Crew stellte das Auftaktkonzert mit Udo Jürgens. Die technischen Auflagen waren enorm, aber vor allem die Einzelbestuhlung mit nummerierten Sitzplätzen war aufwendig. Verständlich, denn jeder der über 2000 Besucher wollte möglichst weit vorne an der Bühne sitzen. An dieser Stelle muß einmal ein herzliches Dankeschön an unsere Vorverkaufsstellen gesagt werden, die mit viel Liebe und Geduld jeden Besucher optimal beraten. Es wurde tagelang an der Bühne gewerkelt und als alles rechtzeitig fertig war und der Publikumseinlaß begann, machte uns Petrus einen Strich durch die Rechnung: es schüttete in Strömen. Der Wülzburginnenhof stand nach 40 Minuten Dauerregen unter Wasser und wir mussten schweren Herzens die Veranstaltung absagen. Das ist uns in den vergangenen Jahren noch nie passiert, und ausgerechnet auch noch bei so einem Highlight wie Udo Jürgens. Für mich war das eigentlich das Ende des Wülzburgfestes, doch der Auftritt von Haindling am nächsten Abend hat über vieles hinweggetröstet. Trotzdem war das finanzielle Fiasko wegen des Konzertabbruchs riesig, so dass wir uns entschlossen haben, erst mal eine Pause auf der Wülzburg einzulegen.

Thomas